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Lost Places, Podcasts, Lesebühne, ein neues Blog und Gedichte – Jahresfragmente

Collage Oliver Hübner in verschiedenen Situationen, Podcast mit Lesebühne, am Lost Place

Die Sonne ist zum letzten Mal für dieses Jahr hinter dem Horizont verschwunden. Nicht dass sie es geschafft hätte, die graue Wolkenmasse in den verganenen Wochen häufig zu durchdringen, doch aus dunkelgrau wurde am frühen Abend schon die Nacht. Es böllert hier und dort, die Glühweinstände des Schweriner Weihnachtsmarktes werden auf großen Anhängern über die Ringstraße ins Sommerlager gefahren. Bevor es in wenigen Stunden das neue Jahr feierlich zu begehen gilt, blicke ich auf die vergangenen Monate zurück. Und ich bemerke, dass es gar nicht so wenig war, was mich an Projekten rund ums Schreiben in diesem Jahr beschäftigt hat, obwohl die Zeit wie Sand zwischen den Fingern zerronnen scheint.

Abenteuerliches: Verlassene und unheimliche Orte

Lost & Dark Places Vorpommern, Oliver Hübner
Unterwegs in Vorpommern, Ueckermünde

In Punkto Schreiben waren die wichtigesten Momente des Jahres zwei Neuerscheinungen. Muss ja, denn darüber habe ich sogar hier berichtet, obwohl ich ansonsten eher andernorts tätig war. Im Bruckmann-Verlag sind die Bände "Vorpommern und Rügen" (Frühjahr 2023) und "Münsterland" (Herbst 2023) der Reihe "Lost & Dark Places" erschienen. Mit dem bereits 2022 erschienen ersten Band "Mecklenburg" ist es nun eine Trilogie, die das abenteuerliche Thema der unheimlichen und verlassenen Orte nun abschließt.

Hörbar: Zwei Mal zu Gast im Podcast

Thematisch durfte ich darüber allerdings noch im Podcast "Man müsste mal" berichten, in dem die beiden Journalisten Andreas Lußky und Claus Oellerking Menschen und interessante Projekte aus Schwerin vorstellen. Über Verlassen und Wiederfinden, über Kultur und das Schreiben, das Kreativsein im Allgemeinen, durfte ich im Podcast "Mensch und Kultur" philosophieren, den mein Lesebühnengefährte Andersen Storm in diesem Jahr mit einer hörenswerten ersten Staffel ins Leben gerufen hat.

Lesbar: Neue Lesebühne in Schwerin

A propos Lebebühne: Es gibt in Schwerin wieder eine Lesebühne. Gemeinsam mit Andersen Storm und Carlo Ihde haben wir die monatliche Lesebühne "3 auf A4" gegründet, die zunächst noch in der Montagsküche in der Münzstraße auftritt, ab Februar aber wohl einen anderen Ort finden wird. Humorvolle Texte, pointiert vorgetragen, so das Programm, das sich in den ersten drei Monaten bereits ein kleines Stammpublikum erspielen konnte.

Heimatlos: Im Borker Exil

In meiner westlichen Heimat bin ich leider bereits seit einigen Monaten heimatlos, da die dortige Wohnung feucht wurde und sich Schimmel ausgebreitet hat. Wenn ich im Westen war, bin ich häufig im ehemaligen Hotel Bollerott in Selm-Bork untergekommen, das Zimmer über AirBnB vor allem an Polizeischüler und Handwerker vermietet. Eine interessante Begegnung hatte ich dort, über die ich in einem Artikel für das SELMagazin berichte.

Fleischlos auf Reisen: Neues Blog

Ein zweites neues Projekt, an das ich mich gegen Ende des Jahres herangewagt habe, ist mein neues Blog "Einfach VEG". Auch auf Reisen einfach vegetarisch und vegan speisen, so das Motto dort. Das trifft einerseits eine Entwicklung, der ich mich gerade stelle, "immer veganer" zu leben, anderseits kann ich diese mit einer Leidenschaft verbinden, neue Städte und Regionen zu entdecken. Und ja, es ist mit der Hoffnung verbunden, dass es zumindest die Kosten einmal tragen wird.

Immer dichter: Gereimtes und Ungereimtes

Vermutlich nicht kostendeckend wird ein Projekt, dass ich ab 2024 erneut aufleben lassen möchte. Täglich ein Gedicht zu schreiben. Während der Corona-Zeit schrieb ich regelmäßig kurze Gedichte und veröffentlichte sie auf einem eigenen Twitter-Account. Aus Gründen bin ich dort nicht mehr unterwegs, daher habe ich einen neuen Account auf Mastodon eingerichtet: taeglichgedicht@troet.cafe. Dort soll täglich ein Gedicht von mir erscheinen. Ein Beitrag dort ist maximal 500 Zeichen lang, also eher ein kurzes Gedicht. Und, kleiner Geheimtipp: Einige Highlights werde ich auch auf einem eigenen Blog veröffentlichen. So, jetzt ist es raus. Dann muss ich da wohl dranbleiben. Aber, es lohnt sich.

Die Böllerei nimmt nun zu, der große Stundenzeiger setzt gleich zur letzten halben Runde für 2023 an. Also raus damit und ab zur Party. Kommt gut rüber und rein, wir sehen uns dann 2024!
(Notiz an mich: einen Text darüber schreiben, wie blöd ich die Ausdrucksweise "in 2024" finde)

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